In den letzten zwei Jahren setze ich mich verstärkt mit dem Wechselspiel von fotografischem Naturalismus und freier grafischer Gestaltung auseinander.

Die Gewalt, Kraft und Schönheit des Meeres wird mit Elementen menschlicher Zivilisation konfrontiert: Form-Korrespondenzen von Bootsrippen und menschlichen Rippen, inhaltliche Bezüge von Musik, die Sturm thematisiert, korrespondiert mit der Notation dieser Musikstücke.

Andere Formen der Natur, wie Pflanzen, deren Teile und vegetabile Strukturen werden in ihrer Form untersucht und nach ihrem inneren Leben befragt.

Die Technik bezieht sich auf das Prinzip Collage, wird von mir aber neu interpretiert, indem ich ausschließlich eigene Fotos verwende, und diese am Computer leicht bearbeite. Anschließend drucke ich diese auf Folien und/oder Transparentpapier. Für das Bild werden sie teils zerschnitten, neu zusammengesetzt, auch übereinandergelegt. Durch die Transparenz des Materials werden so weitere Raumschichten erschlossen.

Zusätzlich übermale, und hintermale ich sie, akzentuiere oder eliminiere grafisch bestimmte Bereiche, bis das Ergebnis mir stimmig erscheint.

(c) 2018 bei Charlotte Schwarz-Sierp